Studiengang

Beschreibung des Studiengangs

Für den Masterstudiengang Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik wurden erstmals im Wintersemester 2006/2007 Studierende aufgenommen. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Ab dem zweiten Semester erfolgt eine regionale Spezialisierung und im vierten Semester wird die Master-Abschlussarbeit angefertigt.

Prüfungsordnung

Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik an der Universität Duisburg-Essen vom 20. Juli 2012 ...weiterlesen


1. Ziele des M.A. Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik

Absolventinnen und Absolventen des M.A. Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik

  • erwerben Schlüsselqualifikationen für Berufsfelder bei internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und im diplomatischen Dienst,
  • verfügen über spezifische Regionalkenntnisse,
  • erwerben interkulturelle Kompetenz durch Studienprojekte im Ausland,
  • sind vertraut mit den Kontroversen der Theorieentwicklung internationaler Beziehungen und der Globalisierungsprozesse,
  • sind in der Lage, Ursachen gewalttätiger Konflikte, von Staatszerfall und Unterentwicklung zu analysieren,
  • können die Funktionsweise und Strukturen internationaler Politikfelder und die jeweiligen Rollen und Interessen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure, internationaler und regionaler Organisationen einschätzen und
  • können die Erfolgsaussichten unterschiedlicher multilateraler Handlungsoptionen für die Überwindung von Armut und der Verhinderung und Beendigung von Bürgerkriegen und zwischenstaatlichen Konflikten bewerten.


2. Profil

Der vom Institut für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen getragene M.A. Studiengang Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik (IBEP) verbindet eine fundierte theoretische Ausbildung im Fachgebiet Internationale Beziehungen (IB) mit einer intensiven Ausbildung im Teilgebiet Entwicklungspolitik (EP). Der Bereich der Entwicklungspolitik zeichnet die Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen in besonderer Weise aus; mit der räumlichen und institutionellen Nähe zum Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) weist dieser Zweig der Entwicklungspolitik eine wissenschaftliche Konstellation auf, die in dieser Art in Deutschland einzigartig ist. Neben den einschlägigen Theorien und Themen der IB – regionale Kooperation und Integration, internationale Organisationen, Globalisierung, internationale Wirtschaftsbeziehungen, etc. – legt der Studiengang daher besonderes Augenmerk auf Theorien von Global Governance, Friedens- und Konfliktforschung, die Nord-Süd-Beziehungen sowie die entwicklungspolitische Praxis.


3. Regionale Spezialisierung, Auslandsaufenthalt und Berufsqualifizierung

Ein zweites Alleinstellungsmerkmal erfährt der Studiengang durch seine regionale Orientierung auf mindestens drei Weltregionen: Ostasien, Europa und Afrika (primär Subsahara-Afrika). Die Konzentration und die Anwendung der theoretischen Kenntnisse auf diese Regionen erlauben einen praxis- und anwendungsbezogenen Zugang zu entwicklungspolitischen Fragestellungen. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach interkultureller Kompetenz in den einschlägigen Disziplinen der Sozialwissenschaften wie auch in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sind die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs daher mit profunden Kenntnissen über die genannten Regionen ausgestattet. Diese gezielte Kombination von politik- und regionalwissenschaftlicher Expertise vermittelt den Studierenden die wissenschaftlichen Kompetenzen für das Fachgebiet IB, die sie sowohl für eine weitere wissenschaftliche Tätigkeit als auch für die Praxis der EZ unmittelbar nutzen können. Die gegenstands- und zeitnahe Komponente soll durch einen achtwöchigen Auslandsaufenthalt gefördert werden, welcher je nach Neigung eine eher theoretisch-akademische oder eine dezidiert praxisbezogene Ausrichtung annehmen kann. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verfügen nach einem erfolgreichen Abschluss über die relevanten Kompetenzen für die wissenschaftliche und die praktische Arbeit im Bereich der internationalen Politik, der Entwicklungspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit.


4. Masterarbeit und Prüfungen

Die Abschlussarbeit wird im 4. Semester in maximal vier Monaten erstellt. Sie muss die grundlegenden Standards einer Diplomarbeit erfüllen und kann auch die Darstellung der Ergebnisse eines Studienprojektes zum Inhalt haben. Die Master-Arbeit ist in deutscher oder in einer allgemein vom Prüfungsausschuss akzeptierten Fremdsprache oder einer im Einzelfall akzeptierten Fremdsprache abzufassen. Alle mündlichen und schriftlichen Prüfungen können in Englisch erfolgen.