Auslandspraktikum

Funktion und Schwerpunkte des Auslandsaufenthaltes

Der in der Regel zwei- bis dreimonatige Auslandsaufenthalt dient dem Erwerb praxisbezogener Kompetenzen im Bereich der internationalen Politik, der Entwicklungspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Interkulturelle Kompetenzen und sprachliche Kenntnisse werden dabei vertieft. Praxisbezogene Kompetenzen können im Ausland auch im Rahmen eines Studienprojektes erworben werden. Das Projekt wird von Studierenden mit Unterstützung von Dozierenden entworfen und bezieht sich auf die Arbeit internationaler Organisationen oder mit auswärtiger Politik befasster Regierungsadministrationen. Alternativ kann in Ausnahmefällen bei einer international arbeitenden Organisation im Inland das Praktikum absolviert werden. Die Masterarbeit, die im vierten Semester erstellt wird, kann auch die Darstellung der Ergebnisse des Studienprojektes zum Inhalt haben.

Vorbereitung und Finanzierung des Aufenthaltes

Der Auslandsaufenthalt umfasst mindestens acht Wochen. Er wird grundsätzlich vor der Anmeldung zur Abschlussarbeit und in den Semesterferien zwischen dem 3. und 4. Semester durchgeführt. Die Institution, bei der das Praktikum abgeleistet wurde, beschreibt in einer Bescheinigung die im Praktikum erbrachten Leistungen. Über den Auslandsaufenthalt ist von den Studierenden ein Bericht vorzulegen.

Für die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz empfiehlt sich eine strategische Vorgehensweise: Was ist Ihr berufliches Ziel, welche praktischen Qualifikationen sind zu dessen Erreichung nötig, wo sehen Sie weiteren Qualifizierungsbedarf für sich selbst? Auch wenn viele Organisationen kurzfristiger planen, sollte mit der Suche nach einem Praktikumsplatz bereits ein Jahr im voraus begonnen werden.

Neben dem Direktkontakt zu Organisationen, die Praktika anbieten, besteht die Möglichkeit, sich an Praktika-Vermittlungsstellen zu wenden. Programme, die unter bestimmten Voraussetzungen Auslandspraktika finanzieren, sind unter anderem von der EU, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung oder vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aufgelegt worden.